Foto Credit: Anna Stöcher

Das E-Bike erfreut sich in Österreich immer größerer Beliebtheit, doch nicht alle sind Fan von dem motorisierten Rad. Doch was steckt dahinter? Ist ein E-Bike eine sinnvolle Alternative oder doch ein Zeichen der zunehmenden Bequemlichkeit? Wir haben uns das genauer angeschaut:

Warum überhaupt ein E-Bike?

In Österreich sind 40% aller Autofahrten kürzer als 5 km.[1] Eine Strecke die man locker mit dem Fahrrad zurücklegen kann, doch vielen Menschen ist diese Strecke mit dem Rad zu weit – deshalb steigen sie ins Auto. Aber nicht nur für sehr kurze Strecken, sondern auch für sehr lange ist das E-Bike geeignet, denn mit einer Akkuladung können über 100km zurückgelegt werden – ein echte Alternative für Pendler!

Für Lastenräder eignet sich ein motorisiertes Rad besser als ein herkömmliches Fahrrad. Gerade in der Stadt sind Lastenräder ein sinnvoller Ersatz zu Autos, denn durch die kompakte Größe verbrauchen sie weniger Platz im Straßenverkehr und auf Parkplätzen.

Fazit: Ein E-Bike stellt in vielen Situationen eine sinnvolle Alternative zum Auto dar und garantiert jede Menge Fahrspaß. Mit modernen E-Bikes können mittlerweile auch lange Distanzen zurückgelegt werden und sie sind zudem deutlich leichter und wendiger als ihre Vorgänger. Der österreichische Hersteller Geero ist dafür bestes Beispiel.

Wir haben die Experten von Geero befragt, auf was man beim Kauf achten muss:

Wer die Vorteile eines E-Bikes nutzen möchte, sollte beim Kauf einige Punkte beachten. Ein wesentliches Kriterium ist die Motorisierung.

  • Frontmotoren sind günstiger, aber geräuschvoller. Sie können mit einer Naben- oder Kettenschaltung kombiniert werden, laufen auch mit Rücktrittbremse. Nachteil der frontlastigen Gewichtsverteilung: Auf nassen Straßen kann das Vorderrad durchdrehen oder ausbrechen.
  • Mittelmotoren funktionieren mit Ketten- oder Nabenschaltung. Sie sind service-intensiv und kurzlebig. Meist werden sie an Mountainbikes montiert. Durch die mittige Platzierung ist das Gewicht gleichmäßig verteilt. Nachteil: starker Verschleiß bei Kette und Schaltung. Mit leerem Akku sind die Räder schwergängig.
  • Heckmotoren sind leise, haben ein natürliches Fahrverhalten, arbeiten effizient, ohne Kette und Schaltung zu belasten. Mit integriertem Freilauf lassen sich solche Räder mit leerem Akku wie ein „normales“ Fahrrad fahren.
  • Die verbaute Sensorik beeinflusst das Fahrverhalten: E-Bikes mit Drehmomentsensoren im Tretlager haben den Vorteil den Nachlauf des Motors geringer zu halten, gleichzeitig ist das Ansprechverhalten weniger agil. Als Alternative, welche zudem einfacher und weniger anfällig für Fehler ist, gibt es E-Bike-Konzepte mit Geschwindigkeitssensoren. Diese bieten ein sportliches Ansprechverhalten des E-Bikes, bei geringfügig längerem Nachlauf des Motors.
  • Akkus sorgen für die nötige Power und müssen zunächst aufgeladen werden. Sie sind entnehmbar oder fest verbaut. Ein integrierter Akku eignet sich, wenn es in direkter Nähe des E-Bike-Park-platzes eine Steckdose gibt.
  • Der Rahmen beeinflusst Gewicht und Handhabung des Rads und bestimmt die Fahrhaltung.
  • Diamantrahmen sind stabil, wiegen wenig, eignen sich für sportliche E-Bikes und richten sich vor allem an Männer. Der hohe Einstieg und die aufrechte Sitzposition sind nicht für jeden Rücken ideal.
  • Trapezrahmen sind bei Frauen beliebt, da hier das Aufsteigen leichter ist. Die hohe Steifigkeit sorgt für einen stabilen Rahmen – so können längere Fahrten problemlos bewältigt werden.
  • Tiefeinsteigerrahmen weisen eine geringere Steifigkeit auf, wiegen meist mehr. Dafür haben sie eine bequeme Sitzhaltung — ideal für häufiges Auf- und Absteigen.
  • Eine Gangschaltung ermöglicht es, dass der eigene Kraftaufwand gezielter eingesetzt werden kann. E-Bikes mit Kettenschaltung liefern die meiste Flexibilität. Denn der Gangwechsel ist, egal in welcher Fahrsituation, problemlos möglich. Je mehr Gänge ein E-Bike hat, desto hochwertiger, effizienter und leichter fahrbar ist es. Hochwertige Modelle haben mindestens neun Gänge.

 

 

 

[1] https://www.vcoe.at/news/details/vcoe-jede-5-autofahrt-in-oesterreich-ist-kuerzer-als-zweieinhalb-kilometer