Energie

Bye Bye CO2!

Frischer Wind statt altes Öl

Bye bye, CO2!

In Wien-Simmering entsteht die größte Wärmepumpe Europas, in Linz heizt man mit 10 Prozent der Abwärme der voestalpine und mit dem KlimaTicket gibt es erstmals eine Jahreskarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Österreich. Weniger Energieverbrauch, Innovation und das Ende von Gas und Öl als Energieträger machen die Energiewende in Österreich aus. Seit die Energiepreise im Frühling 2022 explodiert sind, hat die Energiewende einen weiteren Zweck: die Unabhängigkeit von Importen und Preisstabilität.

10 Fakten
zu Klima und Energie

1. 6.500 Tage bis zur Lösung der weltweiten Klimakrise

6.500 Tage sind es bis 2040, knapp 10.000 Tage bis zur Mitte des Jahrhunderts. Die Zeit für die Stabilisierung des Klimas ist knapp. Die Staaten der Welt haben sich im November 2015 in Paris darauf geeinigt den Treibhausgasausstoß bis dahin auf nahezu null zu reduzieren.

2. Öl, Gas und Kohle als größter Hebel

Verbrennung ist der größte Verursacher der Klimaerwärmung und daher der größte Hebel zur Stabilisierung des Klimas ist dabei unsere Energieversorgung. Derzeit basieren noch rund 2/3 der österreichischen Energieversorgung für Strom, Mobilität, Raumwärme und Industrie auf der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, weltweit sind es knapp 90 Prozent, die auf den „Fossilen“ basieren.

3. Bye, bye CO2

65 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entstehen laut IPCC bei der Verbrennung von Erdöl, Kohle und Erdgas. Damit sind die fossilen Energieträger der größte Verursacher der globalen Erwärmung.  In Österreich kommen jährlich 85 Prozent der Emissionen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.

4. Energieverbrauch: Verdopplung seit 1970

In Europa und der „westlichen“ Welt ist der Energieverbrauch gemeinsam mit unserem Konsum und unserem Wohlstand exponentiell gewachsen. Der globale, wie auch Österreichs, Gesamtenergieverbrauch haben sich seit den 70er Jahren verdoppelt, Tendenz steigend. Und damit steigen auch die Treibhausgasemissionen, der CO2-Ausstoß.

5. Mehr Effizienz, weniger Verbrauch

Abwärme von Unternehmen, etwa zum Heizen unserer Haushalte ist noch größtenteils ungenutzt. Die Therme Wien, Gewerbebetriebe wie „Manner“ oder die Abwärme der Voestalpine AG, die zu 10 Prozent genutzt wird, sind einige best-practice Beispiele. Auch Die Stadt Graz heizt bereits zu 20 Prozent mit der Abwärme aus der Industrie. Hier gibt es in Österreich noch viel Potential. Die Abwärme-Energie verpufft, während die Fernwärme mit importiertem Gas hergestellt wird.

6. Teure Importe für fossile Energieträger 

2019 waren es 11 Milliarden, im Pandemie-Jahr 2020 7,4 Millionen Euro, die für Kohle, Öl und Gas ausgegeben wurden.

7. Energie ist mehr als nur Strom

Energie ist mehr als nur Strom: Der “Musterschüler Österreich” ist zwar im Strombereich gut unterwegs – knapp 77 Prozent des Stroms sind schon “erneuerbar” – aber die Gesamtbilanz zeigt ein anderes Bild: 2019 entfielen nur 33,6 Prozent der gesamten Energiebereitstellung auf Erneuerbare und damit CO2-neutrale Quellen.

8. Windräder, Solardächer und Agro-PV-Parks

Bis 2030 will Österreich zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen. Dies bedeutet aus heutiger Sicht einen Ausbau von 27 Terrawattstunden. Alleine die „Dekarbonisierung“ der voestalpine AG und Verwendung von Wasserstoff und Elektroschmelze würde weitere 33 Terawattstunden Strom benötigen. Das entspricht nicht ganz der Hälfte des aktuellen österreichischen Jahresstromverbrauchs.

9. Grünes Gas für die Industrie

Als Grünes Gas, also Biogas bzw. Biomethan, werden pflanzliche oder tierische Biomasse, etwa Bioabfall, Mist, Gülle, Klärschlamm, aber auch Mais und Gräser vergärt oder Holz vergast, dabei entsteht das Biogas. Das Biogas wird dann entweder dafür verwendet, Strom zu erzeugen oder zu Biomethan veredelt. Laut einer Szenarienrechnung der Energy Agency könnten 2040 etwa 20 Terrawattstunden an grünem Gas zur Verfügung stehen. Für die Industrie wird man aber an die 80 Terrawattstunden jährlich benötigen.

10. Umstieg auf E-Autos

Die Neuzulassung bei E-Autos hat 2021 mit 20 Prozent einen historischen Höchstwert erreicht.