Foto Credit: Marktgemeinde Großschönau

Das e5-Programm unterstützt Österreichs Gemeinden dabei, ihre Energie- und Klimaschutzpolitik zu modernisieren, Energie und dadurch auch Kosten zu sparen und erneuerbare Energieträger verstärkt einzusetzen. Großschönau ist eine dieser Klimagemeinden.

Herr Bruckner was hat Sie dazu bewegt sich diesem Programm anzuschließen?
Wir habe vor 35 Jahren in Großschönau mit der BIOEM die 1. Österreichische Umweltmesse ins Leben gerufen, vor 26 Jahren mittels Biomasse-Nahwärme alle öffentlichen Gebäude ölfrei gemacht, vor 20 Jahren mit dem Projekt Sonnenplatz begonnen, sind längst internationales Testfeld in der Energieforschung, betreiben seit 8 Jahren mit der SONNENWELT Klimaschutzbildung als Erlebnisreise und erzeugen seit heuer den gesamten Haushaltsstrom mittels Photovoltaik selbst.
Da ist es doch ganz klar, bei einem Europäischen Spitzenprogramm der Gemeinden für Klimaschutz und Energiewende mitzumachen.

 

Wie ist dieses Projekt bei der Bevölkerung angekommen?

Unsere Bevölkerung ist, durch die unterschiedlichsten lokalen Initiativen seit Jahrzehnten, ein selbstverständlich mitwirkender Teil bei der Energiewende. Es sind auch viele Eigeninitiativen entstanden.

 

Was sind die Ziele für die nächsten Jahre und wie wollen Sie diese umsetzen?

Wir werden Energiegemeinschaften bilden, um die Vorteile der lokal erzeugten erneuerbaren Energie in Bezug auf Sicherheit und Kosten bestmöglich auszuschöpfen. Dazu dient uns ganz besonders die Energieforschung am Sonnenplatz.

Wir wollen bis 2030 unseren gesamten Energieverbrauch erneuerbar innerhalb der Gemeindegrenzen bereitstellen können. Dazu dient uns die Arbeit in der Klima- und Energiemodelregion Lainsitztal, die Arbeit im e5 Programm, die Arbeit am Sonnenplatz und das Eigenengagement der Bevölkerung.

Ich will, gemeinsam mit den Waldviertler Entscheidungsträgern, den Energiepakt Waldviertel 2030 (https://www.youtube.com/watch?v=_AF6DDBKgC8) mit seinen Zielen umsetzen. Dabei helfen uns Netzwerke wie das Wirtschaftsforum Waldviertel und der Verein Interkomm Waldviertel mit 60 Mitgliedsgemeinden, in Verbindung mit der guten Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur NÖ sowie mit dem Land NÖ. Als nächster Schritt ist für 13. und 14. November ein Climathon mit 25 – 30 BürgermeisterInnen geplant.