Im Rahmen des Klimaschwerpunkts von MUTTER ERDE wird am 01. Juni um 21.05 auf ORF2 die „Am Schauplatz“-Reportage „Viel zu heiß für diese Welt“ ausgestrahlt. Darin dokumentiert Alfred Schwarzenberger, inwiefern der Klimawandel schon in Österreich angekommen ist. Die Reportage zeigt auch, welche Maßnahmen gesetzt werden um sich den Klimabedingungen anzupassen.

„Der Klimawandel ist nichts Vages, das in einer fernen Zukunft stattfinden wird. Wir befinden uns bereits mittendrinnen. Nicht umsonst setzt man überall in Österreich Maßnahmen um sich auf eine noch wärmere Zukunft vorzubereiten. Und das tun nicht die Akademiker, die in ihren Stuben über Studien brüten, das tun jene, die jeden Tag mit den problematischen Auswirkungen des Klimawandels zu tun haben.“, so Alfred Schwarzenberger.

„Am Schauplatz“ zu Klimawandel-Anpassung in Österreich

Dass seine 1.000 Äpfel-, Kirsch- und Birnbäume prächtig gedeihen werden, davon ist Biobauer Gerhard Gottsberger überzeugt. Auf 1.000 Meter Seehöhe zieht der Weststeirer auch noch Tomaten, Kürbisse und Erdbeeren. Vor einer Generation wäre das wegen der kühleren Temperaturen noch undenkbar gewesen, erzählt Gottsberger.

Foto: ORF

 

In Österreich werden Jahr für Jahr hunderte Hektar Ackerland zusätzlich bewässert. Am Schauplatz besucht den Biobauern Günter Breuer. Auch heuer hat er sich eine neue Bewässerungsanlage liefern lassen. „Ohne künstliche Bewässerung ist es nicht mehr möglich Gemüse im Marchfeld zu ziehen“, sagt er. Dutzende Hektar bewirtschaftet er auf biologischer Basis. Um seine Produkte liefern zu können wenn der Markt es verlangt, kann er sich nicht mehr alleine auf die Natur verlassen. Es habe sich einiges geändert, seit der Jahrtausend-Wende.

Auch für Fichten wird auf 1.000 Meter Seehöhe zu warm. Förster setzen zur Aufforstung des Schutzwaldes Laubbäume ein. Davon berichten auch die österreichischen Bundesforste. Der Windwurf habe extrem zugenommen, erzählt man uns. Während man früher noch mit Fichten aufgeforstet hat, setzt man heute auf Ahorn, Buche oder Lärche. Denn auf 1.000 Meter Seehöhe habe die Fichte de facto keine Zukunft, erzählt uns Försterin Marcella Ziesch. Die steigenden Temperaturen setzen den Fichten zu sehr zu. Als Schutzwald können sie in Zukunft nicht mehr dienen.

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Für seine Reportage „Viel zu heiß für diese Welt“ hat Alfred Schwarzenberger eine Rundreise durch ganz Österreich angetreten. Von der Weststeiermark, über den Attersee zum Marchfeld und zum Großglockner – immer auf den Spuren der Auswirkungen eines unleugbaren Klimawandels.

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Alfred Schwarzenberger ist ein wahres Medien-Multitalent. Zahlreiche Beiträge und Reportagen für Film und Radio gehen auf das Konto des in Graz geborenen ORF-Journalisten. Neben seiner journalistischen Karriere dreht Schwarzenberger auch Kinofilme. Mit „Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott“ landete er einen mehrfach ausgezeichneten Kassenschlager.