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Heute sind wir schon am letzten Tag der Mitmach-Challenge „Essen verschwenden ist Mist“ angelangt und damit kommen wir noch einmal direkt zu uns nach Hause.

Wir haben aufgeräumt, unsere Vorräte in Angriff genommen, gekocht, planen jetzt besser und kaufen gewissenhafter ein, trotz allem wird es vorkommen, dass etwas übrig bleibt, weil wir es nicht aufbrauchen können oder einfach, weil wir zu viel davon haben. Deshalb ist Lagerung so wichtig und richtig gemacht, kann sie uns das Leben auch viel einfacher machen.

Lagerung

Darüber, dass Ordnung im Vorratslager herrschen muss, sodass länger gelagerte Lebensmittel vorher verwendet werden und du einen guten Überblick hast was du zu Hause hast, haben wir ja schon gesprochen. Aber bei Lagerung geht es natürlich auch darum, wie Lebensmittel gelagert werden. Denn falsche Lagerung ist oft ein Grund für Lebensmittelabfall:

Generell gilt, die meisten Lebensmittel lieben es kühl und dunkel. Direktes Sonnenlicht zerstört Inhaltsstoffe und führt zu Farbveränderungen, Wärme fördert die Verderblichkeit.

Hier einige Quicktipps für Obst und Gemüse:

  • Gemüse mag es kalt. Nur Melanzani, Tomate, Kartoffel und Kürbis nicht.
  • Äpfel und Tomaten nicht neben anderem Gemüse und Obst lagern.
  • Bei Obst gilt: Heimisches kühl und Exoten warm lagern.
  • Weitere Lagerungstipps, auch zu einzelnen Lebensmitteln, findest du bei unseren Tipps für LebensmittelretterInnen hier.

Vorkochen, einrexen, einfrieren

Warum sich nicht die Wochenplanung und Essenzubereitung erleichtern und gleich in größeren Mengen kochen und Gerichte einfrieren oder einkochen?

Dabei muss es nicht immer eine ausgefeilte Einkochmethode sein oder Marmeladen mit kiloweise Zucker. Getreide, Suppen oder Eintöpfe, aber auch Kompotte eignen sich hervorragend für eine schnelle Haltbarmachung. Dafür zum Beispiel eine Suppe nach dem Kochen in saubere Flaschen mit Schraubverschluss füllen (zum Beispiel wiederverwendete Polpa-Flaschen), im Wasserbad abkühlen. So sind sie mehrere Wochen im Kühlschrank haltbar. Verwenden kannst du jedes Glas, das einen Vakuumdeckel hat, auch schon gebrauchte.

Ganz schnell und unkompliziert ist es Essen mit einfrieren haltbar zu machen. Besonders wenn beim Essen eine Portion übrig bleibt, geht das schnell und du hast ein gesundes „Fertiggericht“ wenn mal wenig Zeit ist.

Tipps fürs Tiefkühlen:

    • Gute und luftdichte Verpackung schützt vor Aromaverlust und Austrocknen.
    • Lebensmittel langsam auftauen am besten im Kühlschrank um Qualitätsverlust zu vermeiden.
    • Je frischer die Lebensmittel zum Zeitpunkt des Einfrierens im Tiefkühler landen, desto länger sind sie haltbar

Essen teilen mach glücklich

Wenn du Vorräte in größeren Mengen verkochst und du sehr viel vom Gleichen hast, vielleicht hast du ja Lust dein Essen zu teilen?

  • Hast du schon von „Food Swaps“ gehört? Das sind Treffen, bei denen man sein Essen einfach austauscht und warum nicht einfach im Kleinen organisieren? Schließ dich mit einigen Bekannten zusammen, jede/r kocht eine größere Menge, bereitet sie entweder wie oben beschrieben für die längere Lagerung im Kühlschrank vor oder macht sie fürs Einfrieren bereit, dann tauscht man die Gerichte untereinander aus und hat so Abwechslung.
  • Oder du regst im Büro an, dass ihr gemeinsam kocht, das ist nicht nur praktisch, weil man nicht die ganze Arbeit alleine hat, sondern hat auch einen hohen Gemeinschaftsfaktor.
  • Zu guter Letzt bevor du Essen wegwerfen musst, weil du es nicht mehr essen willst oder verbrauchen kannst (und hier kommt wieder unsere Lebensmittelkiste von Tag 2 ins Spiel), verschenke es doch. Es gibt einige Initiativen und Facebookgruppen, die sich mit „foodsharing“ beschäftigen und deine Lebensmittel finden so sicher ganz schnell AbnehmerInnen. Hier findest du einige Links dazu.

Jetzt fehlt nur noch die letzte Aufgabe der Challenge:

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Aufgabe Challenge-Tag 5: Verlasse deine Komfortzone

Die heutige und letzte Aufgabe ist die schwerste. Damit wir langfristig etwas bewirken können, müssen wir vor allem der Bequemlichkeit widerstehen in alte Muster zurück zu fallen. Aber du wirst sehen, selbst wenn es nicht immer gleich gelingt, Umdenken ist der erste wichtige Schritt und dann heißt es dran bleiben.

Wie geht es nun weiter?

Es gibt noch so viel zu erzählen, so viel zu tun, um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen und vielleicht irgendwann zu beenden. Jedenfalls geht es weiter auf muttererde.at und in den nächsten Tagen werden wir auch deine und die Tipps der anderen sammeln, die bei der Challenge mitgemacht haben und sie in einen Artikel verpacken, da ist dann sicher noch einmal ganz viel Nützliches dabei.

Wir freuen uns, dass du dabei warst, sag uns doch deine Meinung, wie es dir gefallen hat und ob du etwas mitnehmen konntest. Hinterlasse einen Kommentar unter dem heutigen Beitrag hier oder poste auf Facebook unter dem Tagespost zur Challenge.

Wir freuen uns, dass du dabei warst!

Bis bald!

Dein

MUTTER ERDE- Team

PS: Hast du einen Challenge-Tag verpasst, dann schau doch einmal hier.