Eine Spendenaktion der besonderen Art organisierte ARCOTEL Hotels: Kurzzeitgäste der Hotelgruppe, die während ihres Aufenthalts auf ihre Zimmerreinigung verzichten, können so mit den eingesparten Mitteln Bienenschutzprojekte in ganz Österreich ermöglichen. Bereits 17.000 Euro wurden für die wichtigen Bestäuber gesammelt. Die gesamte Summe wird an die ORF-Initiative MUTTER ERDE gespendet.

Maggie Entenfellner, Dr. Renate Wimmer und Hildegard Aichberger bei der Scheckübergabe.

„Tausende Gäste haben bereits an unserer Spendenaktion teilgenommen, das freut mich sehr! Ich bedanke mich bei allen für die tolle Mithilfe. Wegen des großen Erfolgs haben wir diese Aktion 2016 verlängert und werden damit auch heuer einen wertvollen Beitrag zur Rettung der Bienen spenden. Das Thema Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig und wir sehen es als besondere Verantwortung. Unter dem Motto ʹKleine Schritte, große Erfolgeʹ setzen wir verschiedene wirkungsvolle Maßnahmen“, erklärt Dr. Renate Wimmer, Eigentümer der Unternehmensgruppe ARCOTEL.

Die ARCOTEL Unternehmensgruppe positioniert sich mit derzeit 11 Hotels in Österreich, Deutschland und Kroatien in der Business- und Stadthotellerie. Das familiengeführte Unternehmen, gegründet 1989 in Wien, legt besonderen Wert auf ein persönliches und individuelles Umfeld mit internationalem Standard und Top-Qualität.

„Geht’s den Bienen gut, geht’s uns allen gut“, findet auch Maggie Entenfellner, Tierschutzexpertin und Moderatorin der Sendung „Zurück zur Natur“. „Aktionen wie diese sind es, die den Menschen vor Augen führen, dass schon mit kleinen Maßnahmen viel erreicht werden kann. Denn die Bienen brauchen dringend Hilfe, und sie sind nicht zuletzt ein ganz wichtiger Faktor für unsere Nahrungsproduktion.“

Maggie Entenfellner bei den Dreharbeiten zum "Zurück zur Natur Spezial" 2015

Maggie Entenfellner bei den Dreharbeiten zum „Zurück zur Natur Spezial“ 2015

Mit den Einnahmen aus Spenden und Sponsoring setzt MUTTER ERDE jedes Jahr Projekte zum jeweils aktuellen Jahresthema um. Zum Schwerpunkt Bienen (2015) wählte der ExpertenInnenbeirat eine Reihe von Projekten aus, die Dank der Spenden in Auftrag gegeben werden konnten. Bereits abgeschlossen ist das Projekt „Natur verbindet“ des Österreichischen Naturschutzbunds, im Zuge dessen mehr als 2,5 Millionen Quadratmeter neuer Blühflächen und somit Nahrung für die Bienen geschaffen wurden. In der Steiermark errichtete der Naturschutzbund für MUTTER ERDE und die Bienen Wildbienenhotels in der Steiermark und schaffte damit wichtigen Unterschlupf für die Wildbienen. Ein weiteres Projekt der Umweltinitiative MUTTER ERDE, das in Kooperation mit BEESupport umgesetzt wird, richtet sich an die junge Zielgruppe: BEEwusstseinsbildung am Schulhof setzt bewusstseinsbildende Maßnahmen und Aktivitäten an Schulen um. Die Umweltberatung errichtet gemeinsam mit jungen Menschen Bienen-Tankstellen in Wien, die auch bei sozial-ökonomischen Betrieben käuflich erwerbbar sind.

Aktuellster Projektzugang ist ein Forschungsprojekt das in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum umgesetzt wird. Dabei werden Bienen mittels DNA- Barcoding erfasst und so leichter identifizierbar gemacht. 75 Bienenarten können mithilfe der MUTTER ERDE Spenden identifiziert werden. „Über die rund 700 Bienenarten in Österreich ist viel zu wenig bekannt. Mit diesem Projekt schaffen wir wichtige Grundlagen für den Schutz der Wildbienen. Denn nur was man kennt kann man auch schützen“, so Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin der Initiative MUTTER ERDE.

2015 drehte sich bei MUTTER ERDE alles um die Wildbienen, Honigbienen und Co. Mit einer Vielzahl von Aktivitäten, allen voran einer ORF- Schwerpunktwoche von 20. bis 26. Juni 2015 wurde auf die dramatische Situation der rund 700 in Österreich lebenden Wildbienenarten wie auch der Honigbiene aufmerksam gemacht. Mehr als 4 Mio. ÖsterreichInnen verfolgten den Schwerpunkt im Fernsehen, insgesamt 200 Beiträge waren es insgesamt in Fernsehen, Radio und im Web. Bei der größten Wildbienenvolkszählung Österreichs wurden mehr als 95.000 Bienen auf den heimischen Wiesen gezählt. Mehr zum Bienen-Schwerpunkt finden Sie hier.