Programmschwerpunkt im ORF

Insgesamt 3,35 Millionen Zuseher schalteten vom 26. Mai bis 2. Juni 2017 ihre TV-Geräte ein, um sich anlässlich unseres diesjährigen Programmschwerpunkts über das Thema „Klimawandel“ zu informieren. Das ist eine beeindruckende Bilanz und spricht dafür, dass Klimaschutz vielen Österreicherinnen und Österreichern ein Anliegen ist.

Auch ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz ist von der Brisanz dieses Themas überzeugt: „Der jährliche ORF-MUTTER ERDE-Schwerpunkt will Bewusstsein schaffen und zeigen, dass jede/r etwas im eigenen Umfeld zum Klimaschutz beitragen kann. Angesichts des angekündigten Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen ist das gerade jetzt enorm wichtig.“

Die meistgesehenen TV-Sendungen des Programmschwerpunkts waren die „Am Schauplatz“-Reportage „Viel zu heiß für diese Welt“ sowie die „Universum“-Dokumentation „Eisige Welten – Das Reich der Kälte im Bann des Klimas“ mit jeweils mehr als 400.000 SeherInnen. Die Beiträge können sieben Tage nach Ausstrahlung noch in der ORF TVTHEK nachgesehen werden.

Eine andere Welt ist möglich

Im Rahmen des MUTTER ERDE-Schwerpunkts zu Klimaschutz stellte GLOBAL 2000 für uns folgende entscheidende Fragen: Was wäre, wenn… wir uns anders fortbewegen, wir anders wohnen und Häuser bauen oder anders konsumieren würden?

Nehmen wir etwa das Thema Konsum: 300.000 neue Waschmaschinen werden in Österreich jährlich gekauft! Wenn wir nur jede zweite Waschmaschine gebraucht kaufen oder reparieren würden, dann könnten wir 37.500 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das entspricht den Gesamtemissionen von 5.000 ÖsterreicherInnen. Hier geht’s zur Studie nachhaltiger Konsum.

Kindern fehlt die Luft zum Atmen!

© Greenpeace / Mitja Kobal

Obwohl die Feinstaubbelastung auch in exponierten Gebieten wie dem Grazer Becken langfristig sinkt, hat Österreich weiterhin ein gravierendes Luftgüteproblem: Stickstoffdioxid. Messstellen in allen Landeshauptstädten, mit Ausnahme von Eisenstadt, überschritten im Jahr 2015 den österreichischen Grenzwert von 30 Mikrogram pro Kubikmeter (μg/m3) im Jahresmittel. Messstellen in Wien (49,9), Linz (48,4), Graz (42,9), Salzburg (51,3) und Innsbruck (41,8) überschritten sogar den höher angesetzten EU-Grenzwert von 40 μg/m3.

Hauptquelle von Stickstoffdioxid ist der Verkehr. Die Emissionen entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen, insbesondere bei Dieselfahrzeugen.

Anlässlich des MUTTER ERDE Schwerpunkts hat Greenpeace an vier Standorten – zwei in Wien, jeweils eine in Graz und in Innsbruck – jeweils vor Schulgebäuden an stark befahrenen Straßen ein Messgerät des Typs „AQ Mesh“ installiert. Gemessen wurde im Zeitraum Montag 15. Mai 2017, 09:00 bis Freitag 19. Mai, 17:00 („Messzeitraum“). Die erhobenen Daten wurden mit Daten der offiziellen Messnetze der Bundesländer verglichen. Dabei wurde die in den untersuchten Städten jeweils im Jahr 2015 am höchsten belastete Messstation für den Vergleich herangezogen. Mehr dazu hier.

Städteranking Verkehr

© Greenpeace / Mitja Kobal

Von besonderer Bedeutung für den Klimaschutz ist der Verkehrssektor, der ungefähr ein Drittel der österreichischen Treibhausgasemissionen ausmacht. In diesem Bereich ist ein deutlicher Anstieg (57,6%) seit 1990 zu verzeichnen.

Angelehnt an das “European City Ranking” hat Greenpeace die neun österreichischen Landeshauptstädte gereiht. Neben einer Gesamtwertung, werden die Städte in sieben verkehrsrelevanten Kategorien verglichen. Wien schneidet in der Gesamtwertung des Rankings mit der Note “Gut” am besten ab. Ein “Sehr gut” konnte nicht vergeben werden. Bregenz und Eisenstadt erhalten die zweitbeste Bewertung. Sie erhalten – wie auch Innsbruck, St. Pölten, Salzburg, Klagenfurt und Linz – die Note “Befriedigend”. Das Schlusslicht im Ranking bildet Graz mit einem “Ausreichend”. Mehr zum Städteranking hier.