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Nachhaltig Wirtschaften – geht das?

Jun 2, 2017

Tchibo/Eduscho unterstützt MUTTER ERDE nun bereits seit 3 Jahren. Wir haben mit dem Geschäftsführer des Unternehmens, Harald J. Mayer, über die Partnerschaft, Tchibo/Eduscho’s Ziele in Sachen Nachhaltigkeit und natürlich über Kaffee gesprochen.

MUTTER ERDE: Tchibo/Eduscho ist seit 2015 Partner von MUTTER ERDE. Warum engagiert sich Tchibo/Eduscho für die Initiative?

Wir sehen Nachhaltigkeit schon lange als essentiellen Teil unserer Geschäftstätigkeit und als laufenden Prozess, der stets neue Aufgaben mit sich bringt. So wie unsere Initiative zur Reduktion von Einweg-Plastiksackerl und Forcierung von Mehrwegtaschen. Dieses Projekt startete im Jahr 2015 und führte dazu, dass wir mittlerweile ausschließlich nachhaltige Mehrwegtaschen in unseren Filialen anbieten. Um die Umwelt nicht nur zu entlasten, sondern auch aktiv zu unterstützen, engagieren wir uns seit 2015 als Partner von MUTTER ERDE. MUTTER ERDE widmet sich Jahr für Jahr einem neuen Schwerpunktthema – mit einem wichtigen Ziel: Menschen zum Umdenken zu bewegen und damit die Umwelt zu schützen. Ein unterstützenswertes Ziel, finden wir.

 

MUTTER ERDE: Was bedeutet Nachhaltigkeit für ein Unternehmen wie Tchibo/Eduscho?

Harald J.Mayer, Geschäftsführer Tchibo/Eduscho

Neben Kaffeegenuss gibt es bei Tchibo/Eduscho jede Woche Neues zu entdecken – von Mode über Möbel bis zu Sportartikeln. Unsere Produkte werden in Produktionsstätten weltweit gefertigt. Dabei stellen sich uns und unseren Kunden Fragen wie: Aus welchen Rohstoffen sind die Produkte gefertigt? Welche Auswirkungen haben der Rohstoffanbau und die Verarbeitung auf die Umwelt? Wie leben die Menschen in den Anbaugebieten? Und unter welchen Bedingungen werden die Artikel hergestellt? Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und deshalb ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil der Tchibo/Eduscho Unternehmens-Strategie. Ziel ist es, alle Produkte und Prozesse nachhaltig zu gestalten – sowohl in unseren Ursprungländern, als auch an unseren lokalen Standorten. So achten wir beispielsweise beim Einkauf von Energie darauf, dass der Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen stammt.

 

MUTTER ERDE: 100% Nachhaltigkeit – was bedeutet das und wann werden Sie dieses Ziel erreichen?

Unser Ziel ist klar: 100 % nachhaltiges Handeln auf allen Ebenen des Geschäfts zu integrieren. Ehrlich gesagt gibt es dabei noch einiges zu tun. Denn bei uns steht der gesamte Lebensweg der Produkte im Fokus: von der Rohstoffgewinnung über die Produktherstellung und Nutzung bis zur Verwertung der Produkte. Aber wir sind auf dem besten Weg und haben dabei auch schon ein gutes Stück geschafft: 2016 stammten bereits 80 Prozent der für Tchibo/Eduscho eingekauften Baumwolle aus nachhaltigen Quellen. Ein zusätzlicher Schwerpunkt des Engagements im Textilbereich liegt darauf, Umwelt und Menschenrechte in den Lieferketten zu schützen. Dabei arbeiten wir eng mit nationalen und internationalen Organisationen und Partnern zusammen. 2016 unterzeichneten wir gemeinsam mit IndustriALL Global Union eine weltweit gültige Rahmenvereinbarung für die gesamte Non Food Lieferkette. Damit werden Arbeitsbedingungen inklusive Gewerkschaftsfreiheit und Mitarbeiterbeteiligung in den Produktionsländern weiter verbessert.

 

MUTTER ERDE: Und der Kaffee?

Auch bei Kaffee werden wir langfristig ausschließlich nachhaltigen Kaffee anbieten, dessen Anbau ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Dabei vertrauen wir auf unsere starken Partner, wie Rainforest Alliance, UTZ oder FAIRTRADE. Denn gemeinsam setzen wir uns für den Schutz der Umwelt, für die Kaffeefarmer und ihre Familien in den Ursprungsländern ein – so dass sie heute und in Zukunft durch den Anbau von Kaffee gut leben können.