Konsumtipps zur Verpackung

Mehrweg

statt Einweg.

Mehrweg hat Vorrang

Wir haben ein Ranking für Getränkeverpackungen zusammengestellt, welche Verpackungen zu bevorzugen und welche möglichst zu vermeiden sind. Was viele nicht wissen: Glas ist nur dann gut, wenn es wiederbefüllt wird.

Auch beim Sackerl: Mehrweg statt Einweg

Egal ob Papier, Plastik oder Stoffsäcke: Am umweltschonendsten sind Taschen, wenn sie oft verwendet werden. Anders als von vielen angenommen sind Papiersäcke bezogen auf ihre Ökobilanz bei der Produktion nicht unbedingt besser als Plastiksäcke. Wichtig ist bei allen Taschen: Je öfter sie wiederverwendet werden, um so besser für die Umwelt. Daher gilt beim Einkaufen: Von zuhause ein Sackerl oder eine Tasche mitnehmen. Viele Supermärkte bieten attraktive Stoffsäcke zu sehr günstigen Preisen an. Darüber hinaus nehmen manche auch kaputte, verschlissene oder unschöne Stoffsäcke wieder zurück. Ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Trinkflaschen und Trinkbecher

Eigene Trinkflaschen und Coffee-to-go Becher helfen den unglaublichen Berg an Einweggebinden zu verkleinern. Allein in Österreich werden jedes Jahr 300 Millionen Coffee-to-go Becher verbraucht. Dabei sind eigene Flaschen und Becher nicht nur appetittlicher und komfortabler sondern auch schicker. Es gibt immer mehr kreative Produkte in diesem Bereich. Da ist sicher auch für dich ein passendes dabei.

Plastik reduzieren

Auch im eigenen Haushalt sollten wir Plastik und Alufolie reduzieren. Als Alternative eignen sich Öl- und Wachstücher sowie gewachstes und einfaches, unbeschichtetes Papier.

Tupper, Email und Co

Tupper und Co sind ebenfalls eine wichtige Möglichkeit, Verpackungsmaterial zu sparen. Sie ersetzen Plastik- und Alufolie und sind in nahezu allen Größen und Formen zu finden. Wer kein Plastik verwenden will, kann etwa auf „Menage-Reindl“ aus Omas Zeiten zurückgreifen. Diese erleben gerade ein Revival. Der österreichische Traditionsbetrieb Riess ist seit Jahrhunderten für seine Emailgeschirr bekannt. Man kann Sie zur Aufbewahrung und auch zum Transport verwenden. Es gibt neuerdings Supermärkte, die wieder Frischware in Tupper und andere mitgebrachte Gebinde abfüllen. Dein Greisler oder Bioladen macht das ohnedies schon immer so.

Mehrweg statt Einweg

Auch das Drumherum ist wichtig

Mehrweg heißt, Verpackungs-und Transportmaterial mehrfach zu verwenden. Papier- oder Plastiksackerln können öfters verwendet werden. Strapazierfähige Stofftaschen sind hier eine aktuelle Trend-Alternative. Auch zu den Einweg- und Mehrwegflaschen gibt es mit eigenen Glasflaschen und Coffee-to-go Bechern die Möglichkeit, diese in das Geschäft mitzunehmen und dort einen Refill zu kaufen. Supermärkte bieten neuerdigs wieder an, Frischware in das mitgebrachte Geschirr zu füllen. Wir können aber ebenso im Haushalt Plastikfolien durch Bienenwachstücher und gewachstes Papier ersetzen. Die Debatte rund um Plastik oder Glas, Papiertasche oder Stoffbeutel lässt regelmäßig viele Menschen verdutzt zurück. Was ist nun Öko und was ist ein Schmäh? Wir versuchen aufzuklären.

Das Mehrweg-Ranking

Mehrweg vor Einweg. Diese Faustregel gilt bei den meisten Verpackungen auch heute noch. Wenn man eine grobe Orientierung möchte, welche Verpackungen am ökologischten sind, sieht man sich so genannte „Ökobilanz Studien“ an, die die Umweltauswirkungen untersuchen und daraus die Umweltverträglichkeit von Produkten errechnen. Die ökologischste Variante wäre die Mehrweg-PET-Flasche, die in Österreich nicht mehr auf dem Markt ist. Viele Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eine aktuelle unabhängige Studie, die etwa auch neue Entwicklungen wie Flaschen aus 100 % recyceltem PET einrechnen, fehlen noch und müssten angefertigt werden. Aus den letzten seriösen Ökobilanzstudien lässt sich folgendes Ranking ableiten:

 

  1. Mehrweg-PET-Flasche
  2. Mehrweg-Glas-Flasche
  3. Tetrapack
  4. PET-Einweg
  5. Aluminium
  6. Glas-Einweg

Wasserflasche mit Leitungswasser wiederbefüllen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter von wiederbefüllbaren, leichten und oft sehr schicken Wasserflaschen, aus Kunststoffen oder, wer Plastik ablehnt, aus Glas oder Aluminium. Manchmal hilft es auch, wenn keine eigene Flasche zur Hand ist, eine vorhandene Einweg-Getränkeflasche wiederzubefüllen.

 

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4 Comments

  1. In Lebensmittelmärkten mache ich nach wie vor die Feststellung das es in der Obst- und Gemüseabteilung immer noch große Rollen von Plastiksäcken für die verpackung gibt. Ich lege das Obst oder Gemüse immer ohne diese Unweltsünder in den Einkaufswagen und meinen Einkauf packe ich in meinen Rucksack ist nicht nur unweltfreundlicher sondern auch rückenschonender aber die meisten schauen ja nicht mal auf die Gesundheit noch geschweige auf die Umweld. Nicht die Politik muss sich ändern sondern die Bevölkerung denn der Unweltschutz beginnt bei jeden einzellnen vor der Haustür und ich komm mit den öffentlichen Verkehrsmittel auch überall hin wo ich hin will aber die Völker sind zu bequem ein bar Meter auch mal zu Fuss zu gehen es müssen ja bei einer Familie schon drei Blechkisten vor der Tür stehen und da muss sich ganz schnell was ändern sonnst gibt es die Natur schon bald nicht mehr. Gottseidank sind die Kinder und Jugendlichen eh schon gescheiter als die alten.

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  2. Nicht nur an das Sackerl in der Hand denken: Im Supermarktregal wenn schon zu Obst und Produkten greifen wo reduziert Kuststoff (also nur das funktionale Mindestmaß) verwendet wird und der Rest weitgehend aus wiederverwertbaren Karton, zb Kartonschale mit dünnen Kunststoffmantel statt Kunststoffschalen, Jogurtbecher mit dünnen Kartonmantel mit nur dünner Kunsstoffschicht innen, Kartonrückwand bei Aufschnittware.
    Dann aber wichtig: Karton separat im Altpapier entsorgen, ohne Plastik!

    Reply
  3. Hier schreiben: Tipps zum Thema Mehrweg statt Einweg

    Reply
    • A propos Verpackung. Gerade bei Geschenken wird oft unnötig Plastik in Form von beschichtetem Papier, Kunststoffbändern etc. verwendet (und gleich nach dem Schenken weggeschmissen). Sackerl aus Stoff (Upcycling) sind da viel nachhaltiger und genauso hübsch!

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Gegentrends & Lösungsansätze

 

Natürliche Ressourcen, wie Rohstoffe, Wasser, produktive Böden und funktionierende Ökosysteme bilden die physische Grundlage für alles Leben auf unserem Planeten. Mit der steigenden Ressourcennutzung verstärken sich eine große Anzahl an Umweltproblemen, allen voran der Klimawandel. Wir brauchen Gegentrends und Lösungsansätze.

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Konsum Allgemein

 

Zwischen Konsum und Kaufen liegt ein erheblicher Unterschied. Immer mehr Güter werden gekauft, jedoch immer seltener werden diese auch wahrhaft konsumiert (ge- oder verbraucht). Die Bedeutung des Kaufens hat viele negative Konsequenzen auf individueller und umweltbezogener Ebene genauso wie beim Verbrauch von Ressourcen.

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Textilien

 

Mehr als 100 Millionen Tonnen Fasern werden jährlich, mit steigender Tendenz, produziert. Zwei Drittel davon sind synthetisch und basieren auf Rohöl, ein Viertel davon ist Baumwolle, welche zum Wachsen viel Land, Wasser und Pestizide benötigt. Viele Textilien werden nie getragen und gerade in Europa ist Kleidung immer billiger und damit zur Wegwerfware geworden.

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Abfall

 

Je mehr wir konsumieren, umso mehr Ressourcen verbrauchen wir und umso mehr Abfall fällt an. Dass wir weltweit immer mehr Ressourcen brauchen und die daran gekoppelte Abfallmenge imme größer wird, gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

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Erfolgsbeispiele

 

 

Die Lösung besteht aus vielen kleinen Änderungen unseres täglichen Lebens. Jeder Einzelne hat es in der Hand und kann viel bewirken, und viele bewirken längst - erfolgreich.

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Elektroschrott

 

Seit den 70er Jahren hat sich der globale Ressourcenverbrauch verdreifacht, die Menge des anfallenden Elektroschrotts sogar vervierfacht. Rohstoffe gehen verloren, da nur ein kleiner Teil davon recycelt wird. Der Elektrogeräteabfall ist laut EAK der am schnellsten wachsende Abfallbereich.

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Konsum Einwegverpackungen

 

Einwegverpackungen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Abfalls, unser Hausmüll steigt von Jahr zu Jahr. Mehrwegsysteme wurden durch Einwegverpackungen ersetzt. In Österreich landen jährlich 300 Millionen Coffee-to-go Becher im Müll.

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Greenwashing

 

Greenwashing oder Grünfärberei wird schon lange diskutiert und damit werden Kommunikations- und CSR-Maßnahmen oft größerer Unternehmen bezeichnet, die aufgrund umweltschädlicher Produktionsweisen (Palmöl, Kinderarbeit, Wasserverschmutzung u.s.w.) in Verruf geraten waren. Mittels „Greenwashing“ würden sie dieses schlechte Image zurechtrücken wollen, so Kritiker wie etwa Werner Boote.

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