Eier

Eier einkaufen

Eier enthalten allerlei Gesundheitsförderndes wie Carotinoide (Vitamin A Vorstufe), Lecithin, Selen, Vitamin E, Vitamin B12 und die klug machenden Omega-3 Fettsäuren. Das hochwertige Protein in Eiern erzeugt auch ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, dabei enthält ein großes Ei nur rund 74 Kalorien! Salizylsäure zeigt antivirale Eigenschaften und wirkt antimikrobiell. Und ein Ei enthält 23 % des Tagesbedarfs an Cholin, das die normale Funktion aller Zellen (u. a. jene für Gehirn-, Nerven und Stoffwechselfunktion) unterstützt und die Entwicklung von Gehirn und Gedächtnisfunktionen fördert.

Achten Sie beim Einkauf auf die Kennzeichnung! Der auf dem Ei aufgedruckte Code gibt Ihnen Auskunft über die Tierhaltung, Herkunftsland und Mindesthaltbarkeitsdatum des Eies. Die Zahl am Anfang des Codes steht für die Haltungsform (0=biologische Landwirtschaft, 1=konventionelle Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung). Eier aus Österreich sind außerdem mit den Kürzel „AT“ gekennzeichnet.

Ostertipp: Gekochte und gefärbte Eier müssen keinen Stempel tragen. Um nicht unbewusst Käfig-Eier zu kaufen sollte daher auf die Herkunft der Eier geachtet werden. Hier ist Bio-Qualität angeraten! Oder gleich selbst färben, schmeckt dann auch gleich viel besser!

Achten Sie auf Bio-Siegel, wie das AMA-Bio-Gütesiegel oder das EU-Bio-Gütesiegel. Eier aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft sind immer aus Freilandhaltung. Und: greifen Sie zu regionalen Produkten. Importierte Eier und Eierprodukte können von Hühnern aus Käfighaltung stammen. In Österreich ist die Haltung von Hennen in Legebatterien seit 2009 verboten. Beim Kauf von Eiern können Sie also bestimmen welche Art der Tierhaltung Sie unterstützen wollen.

Wichtig ist: kaufen Sie frische, unbeschädigte Eier! Ein wenig Dreck oder Federn, die an der Schale kleben, können Sie ganz einfach abbürsten.

Eier lagern

Das Alter von Eiern erkennen Sie am Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), das gesetzlich vorgegeben 28 Tage nach dem Legen lautet. Gut gelagert kann das MHD aber überschritten werden. Auch hier gilt: der Nase, den Augen und dem Geschmackssinn trauen.

Wer es genau wissen will macht den Schwimmtest: Je älter das Ei, desto poröser wird seine Schale. Flüssigkeit entweicht leichter nach außen und hinterlässt im Inneren eine Luftblase. Deswegen schwimmen alte Eier in einem Wasserglas obenauf, während frische am Boden liegen bleiben oder sich höchstens leicht aufrichten. Bleibt das Ei somit am Boden liegen ist es frisch. Je weiter es sich in Richtung Oberfläche bewegt, desto älter ist es. Sie sollten es sich also genauer ansehen und nur gut durchgebraten verwenden.

Eier sollten bei möglichst gleichbleibender Temperatur möglichst ohne Unterbrechung im Kühlschrank oder kühl gelagert aufbewahrt werden. Eier immer mit dem stumpfen Ende (hier ist die Luftkammer) nach oben aufbewahren und nicht vor dem Lagern waschen. Sie könnten ansonsten die natürliche Schutzschicht der Eier zerstören. Stark riechende Lebensmittel bitte von Eiern fernhalten, sie könnten den Geruch annehmen.

Die Sache mit den Salmonellen: Lagern Sie Gerichte aus rohen Eiern immer getrennt von anderen Lebensmitteln und achten Sie bei der Zubereitung darauf, dass es zu keinen Berührungen kommt. Gerichte aus rohen Eiern, z. B. Mayonnaise, Puddings oder Saucen sollten immer am gleichen Tag verzehrt werden. Das gilt auch für Süßspeisen mit Eischnee!

Gekochte Eier sind gekühlt oder sogar bei Raumtemperatur ca. vier Wochen haltbar. Gekaufte hartgekochte Eier haben oft sogar ein Haltbarkeitsdatum von 5 Wochen. Wenn die Schale beim Kochen beschädigt wurde sollten die Eier aber unbedingt innerhalb von 2-3 Tagen gegessen werden. Der Schutz ist dann nicht mehr vorhanden und Keime können eindringen.

Tipp: Schrecken sie die Eier nach dem Kochen nicht ab, das erhöht die Haltbarkeit.

Eier haltbar machen

Eine altbewährte Form der Haltbarmachung ist das Einlagern in Garantol. – erhältlich im Drogeriemarkt.

Die Eier müssen dafür frisch und sehr gut gereinigt sein. Wobei so wenig Wasser wie möglich benutzt werden soll, also nur mit Bürste abreiben und das auch nicht zu fest. Man schlichtet die absolut sauberen und unbeschädigten Eier in ein großen Gurkenglas und gießt das Konservierungsmittel „Marke Wasserglas / Garantol“ nach Vorschrift darüber.

So können die Eier bis zu 6 Monate bei entsprechend kühler aber frostfreier Umgebung lagern. Bei Bedarf entnimmt man Eier, die sich zum Backen und Kochen ausgezeichnet eignen. Diese Eier kann man jedoch nicht mehr als Frühstücksei, Spiegelei etc. verwenden, sowie nicht mehr in Eigelb und Eiweiß trennen, da es zerfließt.

Eier Reste verwerten

Eier, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben sollten nicht mehr roh verzehrt werden. Durcherhitzt (70’C) sind sie aber auch danach – sofern Nase, Augen und Geschmack zustimmen – noch zu verwenden, z.B. zum Backen und Kochen oder auch als hartgekochtes Ei.

Gerade zur Osterzeit ist das Thema Restverwertung von Eiern wichtig. Hier sind die Möglichkeiten mannigfaltig. Vom Eiaufstrich bzw. als Basis diverser Kräuteraufstriche, bis zur Beigabe zu Salaten oder als Beilage für Brotzeiten und Aufschnitten, in Gemüseschmarren oder als Rösti mit Kartoffeln – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig jedoch ist auch hier: getrennt von anderen Lebensmitteln gekühlt lagern – und so bald wie möglich verbrauchen!

Zu langes Kochen oder Kochen bei zu hoher Temperatur (über 90°C) kann eine chemische
Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß auslösen.
Dadurch kommt es zur Bildung eines grünlichen Ringes um das Eigelb.
Nicht zu langes und nicht zu heißes Kochen und Abschrecken der Eier im kalten Wasser
unmittelbar nach dem Kochen, verhindern den grünlichen Belag.
Bei frischen Eiern haftet das Eiweiß (auch Eiklar genannt) eng an der Schale.
 Wenn also das Ei sehr frisch ist, konnte noch keine Luft zwischen Schale und Eiweiß gelangen. Kochen Sie die ältesten Eier zuerst. Nach dem Kochen die Eier in kaltem Wasser abschrecken.

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