Wurst

Schau, wo deine Wurst herkommt!

Worauf achten beim Wursteinkauf?

Kauf Wurst ohne Extras: Wurst ist nicht gleich Wurst. Denn während in manchen Würsten nur wenige, allseits bekannte Inhaltsstoffe enthalten sind, wie etwa Salz oder Gewürze, sieht es bei anderen Würsten weniger vertrauenserweckend aus. Schau dir mal an, was in einer Wurst alles drin ist: Phosphat, Glutamate, Streckmittel, künstliche Farbstoffe, sogar diverse Zuckerarten finden sich in Wurst. Wir finden, dass man darauf gut verzichten kann.
Besseres Fleisch macht bessere Wurst: Die Qualität von Wurstwaren hängt vor allem von der Qualität der verwendeten Rohstoffe ab. Fleisch von Tieren, die artgerecht aufgewachsen sind und ohne gentechnisch hergestelltes Futter grossgezogen wurden, macht qualitätsvollere Würste als Fleisch von minderer Qualität. Leider ist Bio-Wurst an der Wursttheke noch in der Minderheit.
Tierwohl in der Wurst: Nutztierhaltung ist – wenn sie intensiv betrieben wird – aus Sicht des Tierwohls zumindest problematisch. Ein Beispiel: So werden in der konventionellen Tierhaltung etwa Schweinen die Schwänze abgeschnitten, damit sie sich nicht im Lauf des Lebens gegenseitig verletzen. Dieses Verhalten legen Schweine nicht an den Tag, wenn sie genug Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten haben. In anderen Worten: Den Tieren geht es ganz offensichtlich nicht sehr gut. Erfreulicherweise wird vielfach an höheren Tierwohlstandards gearbeitet, bio ist als Standard definitiv besser. Aber auch im konventionellen Bereich gibt es Initiativen für mehr Tierwohl.

Gesundheit

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 3 Portionen Fleisch oder magere Wurst pro Woche. Eine Portion bedeutet drei handtellergroße, dünne Scheiben. Das ist wirklich nicht viel! Auch die WHO kommt zum Schluss, dass es gesünder ist, weniger verarbeitete Fleischprodukte zu essen.

Wurst einkaufen allgemein

Wurst besteht hauptsächlich aus zerkleinertem Fleisch, Speck, Salz und Gewürzen. Bei einigen Sorten werden aber auch Blut und Innereien verarbeitet. In Österreich gibt es unzählige Arten von Wurstprodukten. Um für dich den Favoriten zu finden, musst du dich durchkosten. Beim Kauf einer neuen Sorte solltest du vor allem darauf achten, erst nur eine kleine Menge zu kaufen, falls sie doch nicht den eigenen Geschmack trifft. Hier gilt wie immer die Regel „biologisch und regional“. Wurst von Biobauern aus Österreich schmeckt lecker, ist weniger mit Schadstoffen belastet und verbraucht weniger CO2 durch den kurzen Lieferweg.

Wurst lagern

Frisch aufgeschnittene Wurst kann 3 bis 4 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Vakuumierte Ware lässt sich verschlossen meist länger aufbewahren. Einmal geöffnet solltest du Wurstwaren allerdings innerhalb weniger Tage verzehren. Frischer Aufschnitt kann in Tupperdosen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ganze Rohwürste wie Salami oder Schwarzwälder Schinken am Stück lassen sich auch außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Sie sollten luftig und kühl (10 – 15 °C) gelagert werden.

Wurst haltbar machen

Wurst kann man einfrieren, jedoch nicht länger als höchstens zwei Monate, da sie sonst ranzig werden kann. Dies trifft besonders auf Rohwürste wie Salami oder Schwarzwälder Schinken zu, die jedoch ohnehin eine vergleichsweise längere Haltbarkeit aufweisen. Brühwurst, die bei der Herstellung durch Hitze behandelt und dadurch fest und haltbar gemacht wird, kann dagegen sehr gut eingefroren werden.
Wie für alle anderen Nahrungsmittel gilt auch für Wurstwaren, dass alles gut verpackt und fest verschlossen, mit Datum und Inhalt beschrieben, in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden sollte. Die Temperatur muss mindestens minus 18 °C betragen.

Eine weitere Möglichkeit, Wurst haltbar zu machen, ist das Herstellen von Sülze. Dabei wird die Wurst mit einem Sud aus Gewürzen und Gelatinepulver übergossen. Am besten wird die Sülze in kleinen Einmachgläsern abgefüllt, so lässt sie sich mehrere Wochen lagern.

Wurst Resteverwertung

Am einfachsten ist es, Wurstreste direkt als Brotbelag zu verspeisen. Aber auch im Wurstsalat mit Käse und Essiggurken oder als gefüllte Wurströllchen mit Gemüsemayonnaise schmeckt Wurst lecker.

 

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3 Comments

  1. „In einem Fernsehbericht hat einmal ein Bauer gesagt, dass man sich mal bewußt werden sollte, dass für jedes Stück Wurst, welches wir essen, ein lebendes Tier sterben musste und man deshalb achtsam mit diesen Lebensmitteln umgehen sollte. “

    Natürlich hat der Bauer recht! Viele packen den Kühlschrank mit Wurstwaren voll, bis sie dann feststellen, dass die Hälfte schon schlecht geworden ist. Also – dann geht es halt ab in den Mülleinmer -„war ja nur ein Stück Wurst“….

    Ich achte beim Einkauf immer darauf, nur die Menge zu kaufen, die in einer Woche verbraucht wird. Bei uns werden Wurst- und andere Fleischprodukte nie weggeschmissen.

    Reply
  2. Was die Lagerung an Wurst anbelangt, finde ich es auch noch hilfreich zu wissen, dass sie am Besten nicht in der kältesten Zone, sondern oben und in der Mitte des Kühlschranks am besten aufgehoben ist.

    Reply
    • danke für den Hinweis! Nehmen wir in den Steckbrief auf bei der nächsten „Generalüberholung“ der Tipps!

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