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Kartoffeln

Kartoffeln einkaufen

Bereits 7.000 Jahre v. Chr. bauten die Inkas Kartoffeln an. In Europa wurde die Kartoffel zunächst als Zierpflanze gesetzt, weil sie so hübsch blüht; bis man auf den hervorragenden Geschmack der Knolle aufmerksam wurde und ihre einfache Bewirtschaftung.

Heute ist die Kartoffel eines DER Grundnahrungsmittel weltweit. Bei uns werden ca. 140 Sorten angebaut, die Palette reicht von festkochend, mittelfest oder mehligkochend. Pflanzliches Eiweiß, viele wichtige Mineralstoffe und die Vitamine A, B und K machen aus ihnen Powerknollen.

ACHTUNG! Kartoffeln sind – wie Tomaten – Nachtschattengewächse. Grüne Stellen an Kartoffeln enthalten das natürliche Gift Solanin. Isst man grüne oder gekeimte Kartoffeln, drohen Bauchmerzen, Übelkeit und Fieber, grüne Stellen daher großflächig herausschneiden.

Kartoffeln lagern

Die Ideale Lösung wäre der Klassiker: die Kartoffeln einkellern. Sie brauchen es nämlich kühl und dunkel. Dunkelheit ist extrem wichtig, da die Kartoffel bei Licht grün wird. Idealerweise beträgt die Temperatur im Keller 4 bis 6 Grad. Es sollten möglichst nur unbeschädigte, schalenfeste, trockene und sortenreine Kartoffel in größeren Mengen zusammen gelagert werden. Der Keller selbst muss absolut frostsicher, kühl, dunkel und trocken sein. Die Kartoffeln sollten auf keinen Fall direkt am Boden liegen!

Wer keinen Keller hat sucht einen kühlen Platz in der Wohnung und lagert die Kartoffeln in einer mit Zeitungspapier ausgelegten Kartoffelkiste. Faulende oder keimende Kartoffel sollten aussortiert und rasch verwendet werden.

Der Kühlschrank eignet sich nicht für die Lagerung. Unter 0°C verändert sich der Geschmack, die Kartoffeln werden süß.

Alleine lagern! Kartoffeln müssen immer alleine gelagert werden. Die größten Feinde der Kartoffel sind Birnen, Pflaumen, Bananen, Äpfel und Pfirsiche. Diese Obstsorten können nicht nur die Reifung beschleunigen, sondern auch dafür sorgen, dass die Kartoffeln verderben.

Auf die richtigen Materialien achten! Kartoffeln sind sehr empfindlich, daher dürfen Sie bei der Lagerung nicht auf alle vorhandenen Materialien zurückgreifen. Plastik würde beispielsweise dafür sorgen, dass die Kartoffeln schimmeln. Folgende Materialien eignen sich zur Lagerung: Weidekörbe, Holz, Beutel aus natürlichem Leinen, Zeitungspapier.

Kartoffeln haltbar machen

Kartoffeln sollten, auch im Sinne des Vitaminerhalts, möglichst frisch genossen und vom Rohzustand aus zubereitet werden. Roh dürfen sie nicht eingefroren werden. Falls erforderlich kann man sie vorblanchiert tiefkühlen und danach z.B. frittieren. Rohe gefrorene Kartoffeln werden nämlich süß oder sogar schwarz beim Auftauen, weil sich die Stärke zu Zucker abbaut. Daher unbedingt vorblanchieren, vorkochen oder vorfrittieren, dann sind sie in der Tiefkühle haltbar.

Immer beliebter wird auch die uralte Tradition, Kartoffeln einzukochen: Kartoffeln gut waschen, Schadstellen und Augen entfernen und geschält etwa 10-15 Minuten in leichtem Salzwasser vorkochen. Die Kartoffeln in Gläser füllen, leicht abgekochtes Salzwasser darüber gießen, verschliessen und 90 Minuten bei 100 Grad im Wasserbad einkochen. Die Kartoffeln sollten aber nicht zu groß sein.

Kartoffeln Reste verwerten

Unzählig sind die Möglichkeiten, Kartoffeln zu verwerten. Sei es einfach Kartoffeln mit Butter und Salz, in der Suppe, als Beilage wie Salz- oder Petersilkartoffeln, als Auflauf, Kartoffelknödel, Pommes Frites oder Kartoffelpuffer. Aus Pürreresten kann man übrigens wieder Kartoffelleibchen herausbacken. Ganz vorzüglich schmeckt Kartoffelbrot, auch dazu gibt es viele Rezepte. Und natürlich geht nichts über Omis Kartoffelsalat, in Österreich traditionell mit Suppe zubereitet.

Kartoffeln sind die perfekte Basis für Resteverwertung aus dem Kühlschrank. Bereits gekochte Kartoffeln lassen sich einfach zu Bratkartoffeln weiterverarbeiten, oder auch für verschiedene Aufläufe und Gratins oder Tortillas verwenden.

Tipp: Kartoffeln können auch bei Insektenstichen lindern – einfach eine frische Scheibe auf den Stich legen!

 

 

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