Tomaten

Schau, wo deine Tomate herkommt!

Worauf achten beim Tomatenkauf?

Bio ist besser: Bei Tomaten ist der größte Unterschied zur konventionellen Tomate, dass im biologischen Landbau die Aufzucht in Nährlösungen verboten ist. Ausserdem kannst du bei Bio-Tomaten sicher sein, dass keine chemischen Pestizide eingesetzt werden, was vor allem bei importierten Tomaten ein Thema ist. Vielfach wird auf alte Sorten zurückgegriffen und die Sortenvielfalt ist grösser. Aber auch bei Bio gilt: Auf Regionalität und Saisonalität achten!

Auf Regionalität setzen: Regional ist grundsätzlich besser, weil der lange Transport wegfällt. Allerdings lassen sich Tomaten bei uns nur im Glashaus ziehen. Wenn die Glashäuser geheizt werden müssen, was im Winter der Fall ist, ist ihr CO2 Abdruck mitunter schlechter als der von Importtomaten. Eine Ausnahme sind Glashäuser, die z. B. mit Erdwärme geheizt werden. Wenn du also sichergehen willst, solltest du neben der Regionalität auch auf Saisonalität achten.

Saisonal kaufen: Die Tomatensaison bei uns ist kurz und reicht von Juni bis September. Im Glashaus ist die Saison länger und dauert von April bis November. Das ist aber aufgrund des hohen Aufwands für die Heizung sehr energieintensiv und kann daher nicht empfohlen werden. Aber die Saison lässt sich verlängern mit unseren Tipps zum Haltbarmachen von Tomaten!

Gesundheit

Das BmGF empfiehlt für 3 faustgroße Portionen Gemüse am Tag. Optimalerweise einen Teil davon roh. Tomaten sind kalorienarm, haben viel Vitamin C, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ihnen wird sogar ein Schutz vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose zugeschrieben.

Tomaten einkaufen allgemein

Liebesapfel oder Paradeiser, so nannte und nennt man die Tomate auch heute noch. Die Tomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird in der Botanik als Beere bezeichnet. Kultiviert wurde die Tomate vor 2.000 Jahren in Süd- und Mittelamerika und – vermutlich von Columbus um 1500 nach Europa gebracht – vorerst als Zier- und Arzneipflanze genutzt. Bei uns wurde sie dann erst um 1900 als Nahrungsmittel beliebt. Inzwischen werden rund 3.000 Sorten weltweit gezüchtet, die sich in Form, Farbe und Geschmack beträchtlich unterscheiden. Das geht von der Cocktail- über die Strauch- bis hin zur Fleischtomate; von grün über gelb, kirschrot, weiß bis zu dunkelviolett. Und bei all der Vielfalt ist sie mit dem hohen Vitamin C Gehalt, den Mineralstoffen und Carotinoiden auch noch förderlich für die Gesundheit. Die hiesige Tomatenzeit beginnt im Juli, also solltest du, was frische Tomaten angeht, erst im Hochsommer zur Erntezeit zugreifen. Gedankt wird dir das mit einem besonders aromatischen Geschmack, der bei langen Transportwegen aus Holland oder Spanien schnell verloren geht.

Tomaten lagern

Auf keinen Fall solltest du Tomaten in den Kühlschrank verfrachten. Dort eingekühlt verlieren sie sehr schnell ihr Aroma und können sogar einen Kälteschock erleiden, der sich durch unschöne dunkle Flecken zeigt. Am Liebsten hat es die Tomate bei Zimmertemperatur, schattig und fern gelagert von anderen Früchten. Am besten in einem Korb oder einer Schale. Denn die Tomate ist eine der Gemüsesorten, die sehr stark das Reifegas Ethylen aussondern. Aus der Supermarktverpackung sollten sie gleich ausgepackt werden. Die Tomate hat somit genügend Luft und kann auch noch etwas nachreifen wenn nötig. Das Grünzeug, also Stängel und Blätter, solltest du unbedingt bis zum Verzehr an der Frucht dranlassen, so hält sie sich länger frisch. Das Waschen der Tomate bitte auch erst kurz vor Verzehr erledigen, denn das beugt der Schimmelbildung vor!

Tomaten haltbar machen

Die Tomate kannst du in verschiedensten Formen haltbar machen. Ob in Suppen, Säften oder Saucen, die man wunderbar einfrieren kann, bis hin zu eingelegten und getrockneten Tomaten. Dörrtomaten aus dem Ofen, halbiert und mit etwas Rosmarin verfeinert halten bis zu 6 Monaten.

Solltest du einmal ein paar Tomaten zu viel zu Hause haben und nicht sofort alle essen können, ist die Tomate durchaus dazu geeignet, eingefroren zu werden. Dazu wäscht man sie gründlich, trocknet sie ab, entfernt den Stiel und den grünen Strunk in der Mitte. Wer will schält die Tomaten vor dem Einfrieren, indem sie kurz in kochendem Wasser blanchiert werden. Am besten funktioniert diese Methode mit wasserarmen Tomaten wie der Roma Tomate.

Tomaten Reste verwerten

Aufgetaute Tomaten kann man wunderbar für pürierte Tomatensaucen verwenden. Auch sehr reife Exemplare eignen sich gut für Saucen und Suppen: Hat man zu viele zu Hause lassen sich diese auch vorproduzieren und bei Bedarf einfrieren.

Tipp: Bereite Tomatensauce in kleinen Portionen auf Vorrat zu. In Eiswürfelbehältern eingefroren hat man immer die richtige Portion parat. Denn mal ehrlich: Wem sind die Packungsgrößen bei gekauften Saucen nicht auch zu groß? Daher lieber selber machen und doppelt Essen retten.

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1 Comment

  1. Grundsätzlich gebe ich keine Tomaten in den Kühlschrank, aber wenn sie weich werden, besteht Schimmel/Fäulnisgefahr, dann kühle ich sie und verkoch sie baldigst – gewaschen mit der Schale – entweder etwas Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten und Tomaten dazu oder nur die Tomaten in Olivenöl dünsten, pürieren mit Salz, Pfeffer, evtl. Rosmarin, Oregano und/oder Basilikum würzen. Mit Nudeln oder Reis ein gutes Restlessen

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