Schokolade

Schau, wo deine Schokolade herkommt!

Worauf achten beim Schokoladekauf?

Auf Fair Trade achten: Der Kakao für die Schokolade stammt aus Gegenden rund um den Äquator, sprich aus Afrika, Mittelamerika oder Südostasien. In den Kakaoanbauländern sind vielfach die Rechte der Bevölkerung schlecht abgesichert. Nur mit einem kontrollierten Gütesiegel kannst du sicher sein, dass es sich nicht um ausbeuterische Arbeitsbedingungen handelt und die Bauern vorort faire Löhne bekommen. Es existieren auch andere Siegel, wir empfehlen aber Fairtrade, weil es aus unserer Sicht das vertrauenswürdigste unter den bekannten Siegeln ist.

Bio vertrauen: Du stellst mit einer Bio-Schokolade nicht nur sicher, dass keine chemisch-synthetisierten Pestizide eingesetzt werden. Auch das in Schokoladeprodukten vielfach verwendete Palmöl stammt bei Bio-Produkten aus biologischer Landwirtschaft. Somit wurden dafür keine Regenwälder gerodet.

Österreichische Schokolatiers unterstützen: In Österreich hat Schokolade eine lange Tradition. Von Waffeln bis Spezialschokolade, in Österreich hergestellte Produkte gibt es viele, und wenn du die kaufst, unterstützt du hierzulande optimalerweise ein mittelständisches Unternehmen. Inzwischen haben es einige hiesige Schokolatiers geschafft, sich gegen Weltkonzerne zu etablieren, wir finden, dass das im Zweifelsfall durchaus ein Entscheidungskriterium sein kann.

Gesundheit

Die schlechte Nachricht vorab: Schokolade enthält viel Fett und Zucker und ist daher nicht wirklich gesund. Allerdings – der Kakao enthält wertvolle Substanzen, die sich positiv aufs Herz und auf den Blutdruck auswirken können. Um diesen Effekt optimal zu nutzen, sollte auf Schokolade mit einem möglichst hohen Gehalt an Kakaopulver gesetzt werden. Die enthält auch weniger Zucker. Die Gesundheitsformel lautet daher: Je dunkler, desto besser. Aber mit Maß.

Alles über Schokolade

Schokolade wird aus den Bohnen hergestellt, die in den Nüssen des Kakaobaumes zu finden sind. Dieser Baum wächst ursprünglich in Südamerika, genauer im oberen Amazonasgebiet und in der Nähe des Orinoko-Flusses in Venezuela. Inzwischen wird er aber rund um die Welt in Äquatornähe angebaut. Unsere Schokolade kommt hauptsächlich aus Afrika, z.B. aus dem Kongo, Ghana, Côte d‘Ivoire und aus Kamerun. Der Baum kann sehr anfällig für Krankheiten, vor allem solche durch Pilzbefall, sein.

Erstmals erwähnt wurde Kakao vor ca. 3.000 Jahren bei den Olmeken in Mittelamerika, dann bei den Maya ca. 250-900 n. Chr. und schließlich war er auch bei den Azteken, die die Mayakultur in Mittelamerika ablösten, ein wichtiges Nahrungs- und Zahlungsmittel. Hernando Cortez, ein spanischer Entdecker, brachte schließlich im 16. Jahrhundert die ersten Kakaobohnen nach Europa, wo sie, zunächst in Form eines Luxusgetränks, immer mehr zum Genussmittel für das gesamte Volk wurden. In Tafelform wurde die Schokolade in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England entwickelt und zunächst nur in Apotheken angeboten.

Heute ist Schokolade der Verkaufsschlager unter den Süßwaren. Inzwischen gibt es Schokolade in verschiedenen „Stärken“, Farben und Formen. Zu den Feiertagen beliebt sind Schokonikoläuse, Osterhasen und Schokoeier.

Schokolade einkaufen

Wie bei fast allen Produkten aus Entwicklungs- oder Schwellenländern, sollten Sie darauf achten, Schokolade mit dem Fair Trade-Siegel zu kaufen. Auf Kakaoplantagen herrschen oft schlechte Arbeitsbedingungen, auch Pestizide werden in Schokolade nachgewiesen. Außerdem sollten Sie darauf achten, Schokolade aus zertifiziert biologischem Anbau zu kaufen. Nur dann können Sie sicher sein, dass sowohl soziale als auf ökologische Kriterien optimal eingehalten werden.

Feiertagstipp: Greifen Sie nach den Feiertagen zu, wenn die Supermärkte mit Sonderangeboten für Osterhasen und Nikoläuse locken. Denn so sparen Sie Geld und für eine Schokoglasur hat der Osterhase auch noch im Mai Saison.

Schokolade lagern

Schokolade schmilzt schon bei 32 °C. Sie wird daher auch immer weniger verzehrt, je weiter man in den Süden kommt. Schokolade sollte im dunklen, kühlen Schrank luftdicht verschlossen gelagert werden. Optimal für Schokolade sind 10-18 °C bei geringer Luftfeuchtigkeit, wichtig sind vor allem konstante Temperaturen. Im Kühlschrank solltest du Schokolade längerfristig nicht aufbewahren, da es dort viel zu feucht ist und der Zucker auskristallisiert.

Schokolade nimmt sehr schnell die Aromen der Umgebung auf und sollte daher nicht neben Fleisch, Fisch, Käse oder Kaffee gelagert werden. Weißliche Ablagerungen auf der Schokolade – der sogenannte Fettreif – entstehen durch zu warme Lagerung oder schwankende Temperaturen, da dadurch die Kakaobutter austritt. Diese sind übrigens völlig unbedenklich, die Schokolade kann trotzdem gegessen bzw. verkocht werden.

Schokolade haltbar machen

Richtig gelagert ist Schokolade mindestens ein Jahr lang haltbar, dunkle übrigens besser als ihr helles Pendant. Das MHD ist auch hier nicht ausschlaggebend und Schokolade vielfach auch nach Überschreiten desselben gut genießbar.

Schokolade Reste verwerten

Wer zu Ostern oder Weihnachten von der gutmeinenden Verwandtschaft mehr schokoladige Figuren geschenkt bekommen hat, als für den direkten Verzehr gut wären, kann die süßen Männer/Hasen auch gut erstmal lagern und bei Bedarf einschmelzen. Eine Verarbeitung als Kuchenglasur, Trinkschokolade oder in Schoko gewälzte Cornflakes bietet sich an.

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4 Comments

  1. Ich erspare mir das Schmelzen der Schokolade, ich zerbreche sie nur und rühre die Stücke (ev auch noch Walnussstücke dazu) in den Kuchen ein, fertig, schmeckt uns sehr gut.

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  2. weniger ist mehr!

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  3. Aus Osterhasen und auch anderen Schokoresten kann man sehr leckere Muffins machen. Da freuen sich auch die Kollegen im Büro immer wieder 😉

    Reply
  4. Schmelzen wurde zwar schon erwähnt, habe allerdings noch ein explizites beispiel :
    Osterhasen (und andere Figuren) lassen sich super zu bruchschokolade verarbeiten. Einfach die geschmolzene Schokolade pancake groß auf ein Backblech; Gummibärchen, Trockenfrüchte, Nüsse und ähnliches rauf legen.
    Kommt auch als Geschenk sehr gut an!

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