Faschiertes

Einkaufen

Faschiertes oder Gehacktes – wie es auch genannt wird – ist eine beliebte Zutat bei vielen österreichischen und internationalen Gerichten. Das berühmte „Fleischlaberl“ kann durchaus als Teil der österreichischen kulinarischen Identität verstanden werden, bei vielen Strudeln und Aufläufen ist Faschiertes mit dabei. Auch die internationale Küche verwendet Faschiertes, man denke nur an Spaghetti Bolognese, Moussaka, Cevapcici oder Hackfleischtacos in der Mexikanischen Küche.

Als Faschiertes wird eine Mischung aus Schweinefleisch und Rindfleisch bezeichnet, bei sortenreinem Faschierten wird üblicherweise die Herkunft angegeben: typischerweise verwendet wird Faschiertes vom Schwein, Rind, Lamm und Geflügel. Faschiertes ist Muskelfleisch mit mehr oder weniger Fettanteil.

Faschiertes ist besonders anfällig für Mikroorganismen. Durch das Zerteilen des Fleisches werden Zellen zerstört und es entsteht eine im Vergleich zu Fleisch extrem stark vergrößerte Oberfläche, die Mikroorganismen eine große Angriffsfläche bietet. Bei Kauf, Heimtransport, Lagerung und Verarbeitung ist daher besondere Vorsicht geboten.

Faschiertes kann entweder von der Fleischtheke oder in Styropor verpackt vom Fleischregal gekauft werden. Wichtig ist, dass es sich um gekühltes Fleisch handelt. Faschiertes von der Frischfleischtheke oder in Styropor-Folienverpackung ist am selben Tag zu verbrauchen. Bei Verpackung in Spezialverpackungen unter kontrollierter Atmosphäre ist eine Lagerung bis zu fünf Tage möglich.

Falls Sie das Faschierte roh essen wollen sollten Sie besonders auf Frische und Hygiene achten. Dafür sollte am besten frisch faschiertes Fleisch verwendet werden. Risikogruppen wie Schwangere oder Kleinkinder sollten generell die Finger von rohem Faschierten lassen.

Lagern

Beim Heimtransport ist darauf zu achten, dass die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird, bei längeren Zeiten ohne Kühlung, vor allem im Sommer, ist der Transport in einer Kühltasche empfohlen.

Verwenden oder Verarbeiten Sie Faschiertes noch am Tag des Einkaufs. Ausnahme sind verschweißte Verpackungen unter Schutzatmosphäre, diese halten länger. Das Verbrauchsdatum ist unbedingt einzuhalten.

Lagern Sie Faschiertes im unteren, im kühlsten Bereich des Kühlschranks bei 4°C. Bewahren Sie das Fleisch verschlossen auf und nie zusammen mit anderen Lebensmitteln.

Legen Sie bei der Zubereitung Wert auf hygienisches Arbeiten. Hier gilt: was in Kontakt mit rohem Fleisch war, darf nicht ungereinigt in Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommen. Schneidbretter, Messer und Co. gründlich reinigen!

Bevor Sie Faschiertes zubereiten, sollten Sie sich unbedingt versichern, dass das Fleisch weder dunkel noch verfärbt ist oder schlecht riecht.

Faschiertes sollte gut durchgebraten werden, da die meisten Krankheitserreger bei 70°C absterben. Um sicherzugehen sollten Sie das Faschierte zumindest 4 Minuten gut durchbraten.

Haltbar machen

Mit Faschiertem zubereitete Speisen können im Kühlschrank ein bis zwei Tage lang aufbewahrt werden. Wenn Sie Faschiertes nicht am selben Tag verwenden wollen braten Sie es sofort in der Pfanne gut durch. So ist es im Kühlschrank 2 Tage lang haltbar. Mit Faschiertem zubereitete Speisen können tiefgekühlt über mehrere Monate gelagert werden.

Rohes Faschiertes eignet sich gut zum Einfrieren, allerdings sollte es möglichst frisch eingefroren werden. Frieren sie das Fleisch in kleinen Portionen ein bzw. drücken sie es im Gefrierbeutel flach, so dass es schnell abkühlt. Luftdicht verschlossen hält Faschiertes 3-4 Monate. Auftauen in der Mikrowelle ist nicht gut, lassen Sie das Faschierte im Kühlschrank auftauen.

Reste verwerten

Faschiertes kann in Aufläufen, Strudeln, Saucen in kleinen Mengen verwendet werden. Kartoffelgröstl mit Faschiertem, Zwiebel und Käse ist ein köstliches Resterezept, das selbst dem größten Kochmuffel leicht von der Hand gehen dürfte.

Die Verwendungsmöglichkeiten sind fast unbeschränkt. Bitte aber vor allem in der Resteküche unbedingt auf gutes Durchbraten und kurze Standzeiten außerhalb der Kühlung achten.

 

 

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2 Comments

  1. Das perfekte Hamburger – Patty: 150g Rindsfaschierts (mind. 20-25% Fettanteil), dann sanft zu einem runden, flachen Burger Laibchen formen, ev. in den Kühlschrank für 1 Stunde oder so, kurz vor Zurbereitung salzen und pfeffern (ordentlich) und bei mittlerer Hitze ca. 3-4 auf jeder Seite braten (nicht pressen, schieben, aufheben, einfach bruzzln lassen). Nach dem Wenden (je nach Geschmack) mit Käse belegen (bitte aber keine Toastkäse, sondern „echten“). Burger Brötchen mit Butter bestreichen, kurz antoasten, Salad in Streifen schneiden, Tomate, Essig-Gurke (immer!), Ketchup, Senf et voila. Besser wirds nicht 🙂

    Reply
    • Lieber Andy. Du hast soeben eine Reise in meine Küche gewonnen! Ich schieb und drück die Laibchen nämlich immer. Sollte wohl mehr meiner Pfanne vertrauen. Danke für deine Tipps.

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